Neubauer-Architektur



Solararchitektur - Nachhaltige Modernisierung - Energieberatung
Home > Energieberatung > Blower-Door-Test
Blower-Door-Test PDF Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Blower-Door-Test
Messphasen
Grundsätzliche Erwägungen

Grundsätzliche Erwägungen

Das Differenzdruck-Messverfahren sollte immer durchgeführt werden, um evtl. vorhandene Fehlstellen der Gebäudehülle zu finden. Relativ weit verbreitet ist es schon bei Niedrigenergiehäusern.

Typische Luftwechselraten als Ergebnis der Gebäude-Dichtheitsmessung sind: Bei undichten Altbauten 4 bis 12 h-1; bei Neubauten ohne besondere Sorgfalt 3 bis 7 h-1; bei Niedrigenergiehäusern 1 bis 2 h-1 und bei Passivhäusern 0,1 bis 0,6 h-1. In Passivhäusern ist die Luftdichtheit besonders wichtig, daher ist dort ein Grenzwert von 0,6 h-1 vorgegeben (gemessen jeweils bei 50 Pa).

Ein Gebäude muss gelüftet werden (z. B. zur Feuchtigkeitsabfuhr) - aber nur über die vorgesehenen Lüftungsmöglichkeiten. Strömt Raumluft (die immer feucht ist) durch Mängel in der Bauausführung (ungewollte Fugen, Schlitze usw.) ins Freie, sind fast immer Bauschäden (Schimmel usw.) vorprogrammiert. Strömt z. B. feuchte Raumluft durch Mineralwolle, so kommt es zum Tauwasserausfall: Entsprechend der Funktion der Mineralwolle zur Wärmedämmung ist eine Seite der Mineralwolle warm - und zwar die, die dem Raum zugewandt ist - und die andere Seite ist im Winter kalt. Kommt die Raumluft in den kalten Bereich, wird die Luft stark gekühlt, was Tauwasserausfall zur Folge hat. Wegen der mangelnden Zugänglichkeit kann dieses Tauwasser nicht - wie am Fenster - abgewischt werden. Die einzige Vermeidungsmöglichkeit ist eine sorgfältig luftdichte Ausführung der Konstruktion auf der warmen Seite.

Luftdichtheit darf nicht mit Dampfdiffusionsdichtheit verwechselt werden. Ein normaler Innenputz auf einem Mauerwerk ist z. B. ausreichend luftdicht, aber dampfdiffusionsoffen - das gleiche gilt fĂĽr Luftdichtungspapiere.

(Quelle: Wikipedia)



 

Schon gelesen?

Energieausweis für Nichtwohngebäude

Eine Chance für Bund, Länder und Kommunen

Der Energieausweis für Nichtwohngebäude ist da. Und damit die große Chance für die öffentliche Hand, durch Investitionen in die energetische Modernisierung den Energieverbrauch und die Energiekosten dauerhaft zu senken. Etwa 4,1 Milliarden Euro haben Bund, Länder und Kommunen im Jahr 2007 für die Energieversorgung ihrer insgesamt 186.200 Liegenschaften ausgegeben – eine ernstzunehmende Belastung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Weiterlesen...